KONTEXT

Der Kohleturm an der Gasstraße in HH-Bahrenfeld steht als Industriedenkmal inmitten eines Ensembles historischer Gewerbebauten. Bereits die Bezeichnung „weißer Kohleturm“, die einen Widerspruch in sich birgt, deutet die Besonderheit des Bauwerks an, das als Wahrzeichen des Quartiers gilt.

FUNKTION

Bei der Neugestaltung wurde großer Wert auf die besondere Inszenierung der historischen Treppenanlage mittels einer extravaganten Lichtgestaltung gelegt. Das Grundrisskonzept sieht eine seitliche Erweiterung der vier unteren ausgebauten Geschosse durch gläserne Erker unter Beibehaltung der historischen Hauptfassaden vor. So konnte in Absprache mit der Denkmalpflege eine Nutzung als Galerie, Laden- und Bürofläche erreicht werden.

FASSADE

Die Erker bilden in ihrer flächigen Transparenz einen deutlichen Kontrast zur rauhen Oberfläche des Turmes, sie nehmen sich andererseits in ihrer Leichtigkeit stark zurück, um den martialischen Gesamteindruck nicht zu verfälschen. Die plane Glasfassade mit ihren nach außen nicht sichtbaren Senkklapp-Flügeln ist nur in der Horizontalen durch schmale Deckleisten gegliedert, vertikal zeichnen sich lediglich 15 mm schmale Fugen ab. Grünlich-blaue Brüstungs-Glaselemente unterstützen die Homogenität der Glaserker und schaffen ein geschlossenes Gesamtbild.

* mit Arch. T. Lau